Buch: New Business Order

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Der Titel ist so schön zweideutig, denn in den kommenden Jahrzehnten bricht die bisherige ‚alte‘ Wirtschaftsordnung um oder wie es zu dem Buch heißt:

Kleine Start-ups haben gerade erst angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und hoch flexibel. Sie entdecken neue Märkte – rund um Mobilität, Konsumgüter, Beratung und viele andere Bereiche – und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen.

Diese Firmen sind nicht zwingend nur Start-ups, im Buch gibt es etliche Beispiele auch von langjährigen Unternehmen. Aber allen ist gemein, dass sie flexibler agieren und einfach näher am Markt und ihren Kunden sind. Den etablierten Branchenkönigen werden diese Firmen einen heftigen Wettbewerb liefern. Parallel entwickeln sich in diesen neuen Unternehmen dabei die dazu passenden, neue Geschäftsmodelle. Diese basieren auf Werten wie Offenheit, Neugierde, enger Kontakt zum Kunden und enger Vernetzung untereinander. Klassische Hierarchien sind ihnenfremd, was allerdings nicht mit Chaos gleichgesetzt werden darf. Wer dies tut, unterschätzt diese neuen Wettbewerber! Continue reading „Buch: New Business Order“

DD-WRT auf Linksys E4200 installieren

Nach dem mein Router einige Zicken in der letzten Zeit zeigt und mir die Internet-Verbindung sporadisch, aber immer häufiger, kurz mal unterbrach, war handeln angesagt. Ein kurze Suche im Web ergab, zu meiner Überraschung, dass offenbar viele E4200 Besitzer dieses Problem von Anfang an hatten! Insofern hatte ich wohl bisher Glück gehabt. Aber da nicht einmal die aktuellste Firmware eine Besserung brachte, musste nun etwas anderes probiert werden.

Durch einen Kollegen war ich bereits im letzten Jahr darauf hingewiesen worden, dass es beim Open Source Projekt DD-WRT auch für meinen Router eine alternative Firmware gibt. Er hat bei sich damit gute Erfahrung gemacht. Aber was ist DD-WRT?

„DD-WRT is a Linux based alternative OpenSource firmware suitable for a great variety of WLAN routers and embedded systems. The main emphasis lies on providing the easiest possible handling while at the same time supporting a great number of functionalities within the framework of the respective hardware platform used.“

Also nix wie rüber zu deren Webseite und angefangen zu lesen. Wie geht das, wie bekomme ich diese Firmware auf meinen E4200 geflasht?

DD-WRT auf Linksys E4200 installieren
Anleitung für den Linksys E4200

Wie sich zeigte, gibt es dazu eine gute Anleitung für den Linksys E4200 (die englische ist aktueller als die deutsche Übersetzung!) und auch im Web wird man z. B. bei Steve Jenkins fündig. Wo bei ich erst nach der offiziellen Anleitung für den E4200 die erste Installation durchgeführt habe. Verwendet dazu unbedingt den aktuellsten E4200 specific mini build E4200 Trailed Initial Flash Build . Und erst im zweiten Schritt habe ich dann eine Aktualisierung mit dem von Steve empfohlenen Mega-Paket vorgenommen . Danach habe ich die Grundkonfiguration im Router vorgenommen und abschließend noch die WLAN-Optimierungen, soweit für meine Zwecke sinnvoll waren, von Steve übernommen.

Hilfreich für den Einstieg ist das deutsche Wiki zum DD-WRT bzw. das meist aktuellere englische Wiki zum DD-WRT Projekt. Hier findet sich eigentlich alles was man(n) so zu dieser Software braucht. Als Einstieg hilft auch diese Video bei der ersten Installation auf einem E4200. Es ist zwar in englischer Sprache, aber gut verständlich. Den Link dazu habe ich auch bei Steve Jenkins gefunden.

Da die Beschreibung für das flashen des E4200 gut verständlich ist, hier nur in aller Kürze zusammengefasst und wie immer ohne Gewähr !

Wichtig, sichert Euch alle wichtigen Informationen aus der bisherigen Firmware. Also Zugangsdaten zum Provider, WLAN Einstellungen, vergebenen feste IP-Adressen, wenn vorhanden Port-Freigaben und VPN Einstellungen etc.
Diese Daten benötigt Ihr  nach der Installation wieder bei der Konfiguration des DD-WRT und es ist echt mühsam sich das alles anderweitig wieder raus suchen zu müssen.
Tipp, schreibt Euch die Default-User und Kennwort Eures Routers auf, die benötigt Ihr  nach dem Reset auf die Werkseinstellungen um Euch dann am Gerät wieder anmelden zu können 🙂

DD-WRT auf Linksys E4200 installieren
DD-WRT Router Database

Dann sucht Ihr in der Router Database nach Eurem Modell und findet hoffentlich sowie ich hier eine passende DD-WRT Version.Die Datei ladet Ihr  euch jetzt runter. Im Falle meines E4200 die aktuellsten E4200 specific mini build E4200 Trailed Initial Flash Build als erste Installation über die alte Firmware und dann habe ich die Mega-Version verwendet, da diese DD-WRT Version dann alle Konfigurationsmöglichkeiten des DD-WRT mir für die Zukunft bietet. Das Mega-Paket kann allerdings nicht auf allen Routern installiert werden! Dazu müsst Ihr  nachsehen, wie viel Speicher in eurem Router verfügbar ist. Die Hersteller statten Ihre Geräte da sehr unterschiedlich aus. Also aufpassen und nur passende Installationspakete verwenden!

DD-WRT auf Linksys E4200 installieren
Technische Daten des Linksys E4200

Nun werden alle Kabel vom Router getrennt und ein 30/30/30 Reset durchgeführt. Sinn dieser Übung ist es, den Router zurück auf die Werkseinstellungen zu setzen und damit einen sauber definierten Ausgangspunkt für die Installation von DD-WRT zu bekommen.

Nun wird der PC auf dem Ihr die Installationsdatei habt mit einer festen IP, passend zum Router (z. B.  192.168.1.8), versehen und per LAN Kabel an den Router angeschlossen. Im Browser ruft Ihr  die Konsole (https://192.168.1.1) des Routers auf und meldet euch mit dem Default-User und Kennwort an. Unter dem Reiter Administration gibt es beim E4200 einen Menüpunkt „Firmware-Update“. Hier wählt Ihr  im Dialog die erste Installationsdatei  (*.bin) für DD-WRT aus und startet dann den Flash-Vorgang.
Dann heißt es Ruhe bewahren und warten bis der Vorgang abgeschlossen ist. Der Router bootet dann am Ende neu und abschließend solltet Ihr  nun erneut eine 30/30/30 Reset machen.

Das war es eigentlich schon, nach der Anmeldung in der DD-WRT Konsole im Browser (meist mit der IP 192.168.1.1) mit dem Default-User „root“ mit dem Kennwort „admin“.
Ich habe dann noch ein Update auf die Mega-Version von DD-WRT gemacht. Das läuft prinzipiell ähnlich wie die Erstinstallation. In der Konsole unter dem Reiter Administration die .bin Datei auswählen und den Flash-Vorgang starten. Nach dem der Router wieder gebootet hat, sollte die entsprechende DD-WRT Firmware auf eurem Router laufen.

DD-WRT auf Linksys E4200 installieren
DD-WRT Konsole beim E4200

Danach habe ich die Grundeinstellungen vorgenommen, also alle Kabel wieder angeschlossen, die Internet Einwahldaten eingegeben, WLAN konfiguriert etc.
Allerdings bin ich beim WLAN Einrichten nach den Empfehlungen von Steve Jenkins My Cisco Linksys E4200 DD-WRT Settings for Max Speed vorgegangen, um ein Maximum an Geschwindigkeit aus meinem WLAN zu holen.

Die Installation hat mich ca. 2 Stunden Zeit gekostet, wobei der größte Teil vorab beim Nachschlagen und lesen darauf gegangen ist. Seit Wochenende läuft der Linksys E4200 nun mit DD-WRT stabil am Internet und auch mit dem WLAN bin ich bisher zufrieden. Die Internet-Abbrüche scheinen damit vorbei zu sein – Mission completed 🙂

Buch: Weniger schlecht programmieren

Viele von uns programmieren aus Spaß als Hobby, bei Open Source Projekten oder weil es ihr Beruf erfordert. Die Mehrzahl hat irgendwann einmal Schulungen dazu durchgemacht oder es im Studium gelernt, sind also echte Programmierer.

Da gibt es dann die schnellen Hacker, die genialen Entwickler und die trickreichen Codeknipser – sie alle erstellen tagein tagaus neuen Code. Aber wie Unterscheidet sich guter, effizienter Programmcode von genialen, aber schlicht weg miesen Code?

„Any fool can write code that a computer can understand. Good pogrammers write code that humans can understand.“
Martin Fowler, ‚Refactoring‘

Dieser Satz sagt eigentlich schon alles darüber aus, was das Buch „Weniger schlecht programmieren“ von Kathrin Passig und Johannes Jander aus dem O’Reilly Verlag vermitteln möchte. In gut verständlicher Sprache und einem lockeren Schreibstil führen die beiden den Leser durch die Fallgruben in der Programmierung. Dabei wendet sich das Buch mehrheitlich an die ungeübteren Programmierer. Ihnen wollen die beiden Autoren Hilfestellungen geben, um sich selbst weiter zu verbessern und irgendwann dann hoffentlich ein guter Programmierer zu werden. Den

„Ein Experte ist jemand, der auf einem Spezialgebiet alle denkbaren Fehler bereits gemacht hat.“
Niels Bohr, Nobelpreisträger für Physik

Das Buch geht dabei praxisbezogen vor. Es führt den Leser von Namenskonventionen über Toolunterstützung hin zu Themen wie Fehlersuche (Debugging), Wiederverwendung (Refactoring) und zu grundlegenden Konzepten in der Programmierung. Dabei sind die Beispiele meist so gehalten, dass diese sich auf (fast) jede Programmiersprache übertragen lassen.

Guter Programmcode ist für jeden leicht verständlich, auch für den Ersteller selbst drei Wochen später! Das Buch will hier kompetent Hilfe bieten und selbst langjährige Coder werden sicherlich noch den einen oder anderen Teil darin finden. Damit sticht dieses Werk wohltuend aus der Menge der Programmierratgeber heraus. Hier wird konkret und aus der Praxis über die does und don’ts gesprochen. Selbst lesen und dann als Nachschlagewerk weiter verwenden!

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  1. Auflage Dezember 2013
  ISBN 978-3-89721-567-2
  456 Seiten, broschiert
  24,90 Euro  eBook-Format: PDF, EPUB, MOBI
  20 Euro

Buch ‚Raspberry Pi – Einsteiger und User Guide‘

RaspberryPiEs ist die deutsche Übersetzung des englischen Buches ‚Raspberry Pi User Guide‘ und ist im mitp-Verlag erschienen.

Der kleine Einplatinen-Computer Raspberry Pi hat seit seinem ersten Erscheinen 2012 eine große Fan-Gemeinde in aller Welt bekommen. Warum?

Er ist klein, dafür aber recht Leistungsstark, er ist sehr sparsam im Verbrauch, günstig in der Anschaffung und offen für eigene Entwicklungen und Programmierung.

Raspberry_Lo Continue reading „Buch ‚Raspberry Pi – Einsteiger und User Guide‘“

Android Device Manager ist da

Von Google wird sein ein paar Tagen der Android Device Manager verteilt. Dabei handelt es sich um ein Stück Software, die nicht nur den neusten Android Versionen vorbehalten sein wird. Rückwirkend bis zur Version 2.2 sollen die Geräte damit  versorgt werden.

Worum geht es dabei? Im Kern geht es um einen, wie ich finde, sinnvollen Service um sein Handy wieder zu finden, wenn es den mal weg ist. Apple bietet seinen Anwendern so einen Dienst schon länger an. Jedes Gerät mit aktivem Device Manager kann dann über eine Webseite geortet werden. Noch ist dieser Teil des Dienstes nicht verfügbar!

Hab ich diesen Device Manager schon? Wenn dann findet Ihr ihn unter ‚Einstellungen‘ -> ‚Sicherheit‘ -> ‚Geräteadministration‘ sollte der Android-Gerätemanager (engl. Device Manager). So wie bei mir heute:

Android Device manager

Mit dem Device Manager soll dann nicht nur eine Fernortung des Gerätes möglich sein, sondern auch ein löschen aller Daten (!), Änderung des Passwortes für die Bildschirmentsperrung und der Bildschirm soll gesperrt werden können. Und wer weiß, vielleicht geht dann später noch mehr? Wie wäre es mit einem Foto der Frontkamera? Damit bekommt Android endlichen einen Dienst um abhanden gekommene Handys zu orten und fernzusteuern. Auf die Webseite zu dem Dienst bin ich mal gespannt.

 

 

Android 4.3 – neue Wege zum Rooting notwendig

Nach dem Google die neue Android Version 4.3 vorgestellt hat und darin doch einige Änderungen im Sicherheitsmodell vorgenommen wurden, stellt sich die Frage ob ein Rooting damit nicht verhindert wird.

WIe AndroidCentral in ihrem Beitrag „Android 4.3 and beyond: Is root going away for ‚Stock‘ ROMs?“ beschreiben, wird es auch zukünftig möglich sein Root-Rechte zu erlangen. Es sind aber andere Wege dafür notwendig. Konkret sind zwei Wege im Gespräch, einmal über die Shell in Verbindung mit einem Computer – das funktioniert weiterhin gut.

Der zweite Weg führt über einen su daemon. Das ist ein Hintergrundprozess im System, der still dort aktiv ist und nicht direkt vom Anwender beeinflusst wird, Wenn notwendig wird so ein Dämon aktiv, erledigt seinen Job und legt sich dann wieder im Hintergrund ’schlafen‘ bis zu seinem nächsten Aufruf.

Insofern wird es auch zukünftig mit Android 4.3 möglich sein Root-Rechte zu erlangen. Kann ich, mangels eines Gerätes mit Android 4.3, leider (noch) nicht ausprobieren.

Android Version 4.x läuft nur auf 41% der Geräte

Heute in der Meldung ‚Android 4.x erst auf 41 Prozent der Geräte‚ von Heise, da steht es. Immer noch läuft die Mehrzahl aller Android-Geräte mit 2.3.3, genannt Gingerbread.

Die Hauptursache dafür liegt bei den Herstellern der Geräte. Bekannter weise betreiben sie für ihre älteren Geräten nur wenig Produktpflege und oft gibt es bereits nach einem Jahr keine Updates mehr für ein Gerät. Lieber hauen sie neue Geräte auf den Markt.

Die Leistung vieler älterer Smartphones reicht aber für die meisten Anwender vollkommen aus! Je nach Einsatzschwerpunkt macht es keinen Sinn sich ein neues Gerät zu kaufen. Warum sich also jedes Jahr viel Geld ausgeben, nur um aktuelle Software zu nutzen? Schön wäre es doch, wenn es vom Hersteller selbst eine vernünftige, nachhaltigere Produktpflege geben würde. Hier ist Apple doch ein ganzes Stück weiter, verteilen sie ihr iOS immer auch noch für viele Altgeräte.

Aber bei Android gibt für viele Geräte eine zweite Chance und die heißt Custom Roms. Da Android als Open Source Software vertrieben wird, gibt es für eine große Zahl von Geräten alternative ROMs. Ein paar Beispiele findet ihr in meinen Links. Mit CyanogenMod zum Beispiel kann man wenig falsch machen. Das Team unterstützt eine sehr große Zahl an Geräten. Damit setzt ihr auf eine bewährte Lösung.
Nutzt einfach die Chancen und prüft, ob es nicht ein Custom ROM für eurer Gerät gibt! Es lohnt sich in den meisten Fällen. Mit ein wenig lesen und vergleichen findet sich für viele Smartphones eine Lösung. Die weiteren Schritte sind dann auch nicht mehr so schwierig.

Artikelreihe zu Custom-Roms

Beim stöbern bin ich heute bei den MobileGeeks auf diese Artikelreihe gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Die Reihe beschäftigt sich mit Custom-Roms als eine Art Überblick und umfasst bisher diese drei Postings:

Teil 1 nennt und erläutert kurz die Grundbegriffe rund um das Thema Custom-Roms. Begriffe die einem bei dem Thema immer wieder begegnen.

Teil 2 geht dann auf eines der bekanntesten Roms ein: CyanogenMod. Diese Rom gibt es aktuell in drei Android-Versionen und unterstützt eine sehr große Anzahl an Geräten.

Teil 3 ist dann über ein ebenso bekanntes Rom: das Android Open Kang Project. Auch hier werden viele Geräte unterstützt, aber aktuell nur noch auf der Basis von Jelly Bean.

Ich bin gespannt was der Autor Andreas Gottbehüt noch so in dieser Reihe veröffentlichen wird.